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Der Ironman Austria in Klagenfurt ist landesweit bekannt und eines der sportlichen Highlights des Jahres. Seit 1998 wird die Triathlon-Veranstaltung nun schon in Kärnten, genauer gesagt in Klagenfurt, ausgetragen. Die Teilnehmer müssen dabei insgesamt 3,86 Kilometer schwimmen, 180,2 Kilometer mit dem Rad fahren und 42,195 Kilometer laufen. In diesem Jahr wird die Veranstaltung voraussichtlich am 20. September stattfinden.

Wer bei diesem Ereignis mit dabei sein will, muss natürlich eine gewisse Fitness mitbringen. Ansonsten ist die Kombination aus Laufen, Schwimmen und Radfahren nicht zu bewältigen. Demnach ist eine optimale Ausdauer zwingend notwendig. Viele Menschen gehen daher davon aus, dass sich der Ironman vor allem für Fußballprofis eignet. Doch ganz so einfach ist es nicht. Im Gegensatz würden auch Triathleten in einem Fußballspiel schnell an ihre Grenzen stoßen, obwohl ein Profifußballer im Schnitt „nur“ zehn bis elf Kilometer pro Spiel zurücklegt.

Trainieren für eine Saison oder nur einen Wettkampf

Fußballer müssen eine komplette Saison über Höchstleistung bringen. Meist findet mehr als ein Spiel pro Woche statt. Da heißt es, eine gewisse Balance zwischen dem Training und der Regeneration zu finden. Andernfalls droht eine Überbelastung und das Verletzungsrisiko steigt. Daher sind die großen Vereine auch auf allen Positionen doppelt besetzt. Das beste Beispiel dafür sind aus österreichischer Sicht natürlich die Salzburger. Der Serienmeister gilt bei den Quoten der Online-Wetten meist als großer Favorit auf die österreichische Bundesliga – ähnlich wie Bayern München stets die deutsche Version als Titelfavorit anführt. Das hat natürlich mit der individuellen Klasse der Spieler zu tun. Zum anderen aber auch an der Infrastruktur des Vereins und am ausgewogenen Mannschaftstraining, das individuell für die Spieler zugeschnitten wird.

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Ganz anders sieht es im Triathlon aus. Triathleten haben pro Jahr weit weniger Wettkämpfe zu absolvieren. Manche Athleten bereiten sich auch nur akribisch für eine Veranstaltung wie beispielsweise den Ironman in Klagenfurt vor. Dafür muss der Bewegungsapparat ganz anders trainiert werden. Triathleten laufen, schwimmen und fahren mit dem Rad. Dies läuft immer mit der gleichen Belastung ab, wohingegen Fußballer sprinten, die Bewegungsrichtung ändern, grätschen und schießen. Ein Fußballspieler braucht Ausdauer für 90 Minuten. Ein Triathlet muss weit länger durchhalten. Dafür muss er nicht sprinten und seine Kräfte werden in der Regel über eine weite Distanz bzw. längere Zeit aufgeteilt.

Fußball anstrengender als Triathlon, oder doch umgekehrt?

 

Die Aktionen beim Fußball sind dafür noch intensiver und ermüden den Körper in kurzem Zeitraum weit mehr. Somit wird auch ein Fußballprofi Defizite aufweisen, wenn er auf einmal die vierfache Strecke laufen muss, die er im Vergleich in 90 Minuten auf dem Spielfeld zurücklegt. Das trifft vor allem auf Akteure im Amateurbereich zu. Fußballprofis sind den Herausforderungen schon weit mehr gewachsen, doch auch bei ihnen hängt alles von der Fitness ab. Triathleten, besonders auf professioneller Ebene, werden hier einen gewissen Vorteil haben, denn nicht die zurückzulegende Distanz ist entscheidend, sondern die Intensität. Ausgewogene Ernährung und die nötige Regeneration spielen ebenfalls eine sehr große Rolle. Schließlich ist ein Triathlon in Sachen Belastung für den Körper nicht mit einem Fußballspiel über 90 Minuten zu vergleichen.

Damit kommen wir zu einem nächsten großen Unterschied. Ein Fußballer weiß, ein Spiel ist nach 90 oder 120 Minuten vorbei. Ein Triathlon bzw. der Ironman ist erst beendet, sobald man seine Strecke zurückgelegt und die Ziellinie überquert hat. Das kann manchmal schneller gehen und ein anderes Mal länger dauern. Der Weg ist das Ziel und die Zeit spielt keine Rolle. Genau das würde sich wohl ein Profifußballer denken, der einen Triathlon absolvieren muss. Irgendwie würde man es schon schaffen, doch um den Sieg wird ein Fußballer gegen geübte Triathleten bestimmt nicht mitkämpfen. Ebenso würde ein Triathlet ein Fußballspiel über 90 Minuten überstehen. Die Kombination aus Be- und Entlastung wäre aber auch für ihn eine große Herausforderung, die selbst die geübtesten Triathleten an ihre Grenzen bringen würde.